Home > Tool für die interaktive Luftraum-Schulung und für die Flugplanung Die Applikation von Reynald Mumenthaler (FI der GVV Yverdon) zeigt die Lufträume ganz Europas auf einer interaktiven Karte. Man wählt die Länder und Luftraumklassen aus, die man sehen möchte. Damit wird die Vorbereitung einfacher und anschaulicher. Die Web-Applikation ist frei verfügbar und kann auch für die Ausbildung und für Luftraum-Refresher verwendet werden. Tool zur Flugplanung und Luftraum-Kontrolle Die Flug-Planung ist eine der tragenden Säulen unseres Sports. Einen Flug gut vorzubereiten heisst, die Lufträume zu kennen, die man benutzen wird, seine Ausweichmöglichkeiten im Kopf zu haben und nach der Landung den Flugweg in aller Ruhe überprüfen zu können. Damit Vorbereitung und Analyse einfacher und anschaulicher werden, habe ich eine Web-Applikation entwickelt, die frei verfügbar ist und gerne in der Gemeinschaft geteilt werden kann. Das Tool läuft direkt im Browser, ganz ohne Installation, unter der Adresse alpsfreeride.com/airspaces. Tutorial: https://youtu.be/IunM1RXvXqo?si=cPkqah30wd_mPH3W Europäische Lufträume darstellen Die Applikation zeigt die Lufträume ganz Europas auf einer interaktiven Karte. Man wählt die Länder und Luftraumklassen aus, die man sehen möchte, passt die Deckkraft an, um die Hintergrundkarte lesbar zu halten, und kann die Details jedes Luftraums mit einem einzigen Klick abrufen: Klasse, Untergrenze, Obergrenze und zugehörige Informationen. Ideal, um sich mit einer Region vertraut zu machen, bevor man dort fliegt. Auswahl und Darstellung der europäischen Lufträume, mit Detailanzeige per Klick. Das Luftraumprofil entlang eines geplanten Fluges anzeigen Zeichnet man seine Route auf der Karte ein, erhält man ein Höhenprofil der Lufträume, die entlang der Strecke liegen. So sieht man im Schnitt die Unter- und Obergrenzen, die den Flug begleiten – eine sehr anschauliche Art, heikle Punkte und Passagen zu erkennen, an denen der vertikale Spielraum enger wird. Vertikales Profil der Lufträume entlang einer geplanten Route. Ausweichflugplätze und Aussenlandefelder planen Das Tool berechnet entlang einer vorgegebenen Route die erreichbaren Flugplätze und Ausweichfelder — abhängig von Parametern, die man selbst festlegt: Gleitzahl des Flugzeugs, gewünschte Ankunftshöhe, Sicherheitsmarge über dem Gelände und maximal zulässige Abweichung von der Route. Anschliessend wählt man die Plätze aus, die man behalten möchte, und exportiert sie in ein offline nutzbares oder druckbares PDF, mit den Details jedes ausgewählten Flugplatzes – perfekt, um es im Flug griffbereit zu haben. Planung der Ausweichflugplätze entlang einer Route. Karte der Ausweichflugplätze als PDF-Export. Tabelle der Ausweichflugplätze als PDF-Export. Im Nachhinein prüfen, ob ein Luftraum verletzt wurde Nach dem Flug lädt man einfach die IGC-Datei hoch, um den Track abzuspielen und zu prüfen, ob ein Luftraum angeschnitten wurde. Die Referenzhöhe kann gewählt werden – barometrisch oder GPS – je nachdem, was man analysieren möchte. Die Segelflug-Zonen (Gliders) lassen sich für diese Kontrolle gezielt aktivieren, und es ist möglich, die Abschnitte zu kennzeichnen, für die eine ATC-Clearance erteilt wurde, damit die betreffende Passage nicht fälschlicherweise als Verletzung gemeldet wird. Wichtig: Nichts wird an einen Server gesendet. Die Datei wird direkt im Browser des Nutzers gelesen, es werden keine Daten gespeichert, alles bleibt beim Nutzer. IGC-Track-Kontrolle: Wahl der Baro- oder GPS-Höhe und Berücksichtigung der ATC-Clearances. Hinweis: Die vom Tool bereitgestellten Informationen sind unverbindlich und ersetzen nicht die offizielle Luftfahrtinformation (NOTAM, AIP, SUP AIP, DABS). In Rekordzeit entwickelt — Hand in Hand mit der KI Was dieses Projekt besonders macht, ist die Art seiner Entstehung. Die Applikation wurde in enger Zusammenarbeit mit Claude, dem KI-Assistenten von Anthropic, und seinem brandneuen Modell Opus 4.8 entwickelt. Konkret wurde das Wissen aus der Praxis auf Pilotenseite eingebracht – die tatsächlichen operationellen Bedürfnisse, die Logik der Planung, die Feinheiten der Lufträume – während Claude diese Ideen Funktion für Funktion in Code umsetzte, im ständigen Dialog. Diese Arbeitsweise, bei der der Mensch die Vision behält und die KI einen grossen Teil der technischen Umsetzung übernimmt, hat es ermöglicht, in einer noch vor Kurzem undenkbaren Zeit von der Idee zu einem vollständigen, funktionierenden Werkzeug zu gelangen. Ein schönes Beispiel dafür, was die neue Generation der KI möglich macht: einem Enthusiasten zu erlauben, ein Projekt zu verwirklichen, das einer ganzen Gemeinschaft nützt. Das Tool ist vollständig frei zugänglich: Teilt es gerne ohne Zurückhaltung, wenn es nützlich sein kann. Für Interessierte kann zudem gerne eine Vorführung der verschiedenen Funktionen organisiert werden. Allzeit gute Flüge, Reynold